In einen kleinen, abgelegenen Bergsee ergiesst sich aus mehreren Unterwasser- Quellaufstössen Stark sulfidhaltiges Wasser in den See. Im Bereich dieser Quellen bilden sich farbenfrohe Lebensgemeinsaften: Matten aus Milliarden von Algen, Schwefel- und Cyanobakterien, die im fast sauerstoffreien Wasser massenhaft gedeihen.
Manche Stoffwechselvorgänge in diesen Mikroben sind noch nicht verstanden. Schwefelbakterien werden deshalb von Mikrobiologen intensiv erforscht, heute auch mit modernen genetischen Methoden.
Für manche Untersuchungen werden Proben von ganz bestimmten Bakteriengemeinschaften benötigt, die aus den Matten entnommen werden müssen ohne dabei die feine Schichtung zu zerstören. Eine solche Probe kann nur ein Taucher entnehmen, von der Oberfläche aus klappt das nicht.
Für diese heikle Arbeit eignen sich kleine verschliessbare Stanzröhrchen aus Plexiglas, die in einem passenden Probenhalter getragen werden. Im See müssen zunächst die Schwefelquellen gefunden und geeignete Bakterienkolonien ausgewählt werden.